Wie wir helfen

 Die Flüchtlingshilfe Much wurde 2015 von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche gegründet. Eine große Zahl von Menschen aus Much ist seitdem im Einsatz, um den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beim Einstieg in ein neues Leben zu helfen.

 

Es gibt viele verschiedene Dinge zu tun, so dass alle Helferinnen und Helfer ihre Stärken einbringen können. Deshalb wurden Arbeitskreise mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingerichtet. Informationen dazu finden Sie hier.

Termine

06.02.2018, 19.00 Uhr

AK Begleitung, monatliches Treffen

Evangelische Kirche, Birkenweg 1

 



Fünf Jahre Sprachförderung in Much

Vor genau fünf Jahren nahmen fünf ehrenamtliche Sprachhelfer für Flüchtlinge – drei dieser Initiatoren sind auf dem Bild zu sehen - ihre Arbeit im Jugendzentrum Much auf. Zum Jahresbeginn 2013 gab es in Much etwa zwei Dutzend geflohene junge Männer, von denen die meisten im Bauhof oder an den Schulen gemeinnützige Arbeit leisteten.

 

Gilda Wex-Beuke vom Jugendzentrum gab mit ihrem Aufruf im Mucher Mitteilungsblatt 'Deutschlehrer für Asylbewerber gesucht' den Anstoß zur Gründung einer Sprachförderung für Geflüchtete. Nach kurzer organisatorischer Vorbereitung trafen sich daraufhin am 31.01.2013 erstmals fünf MucherInnen mit zehn Asylsuchenden im JUZE zur Aufnahme des Unterrichts. Seitdem wurden dort einer schnell wachsenden Anzahl von Flüchtlingen in kleinen Lerngruppen die deutsche Sprache und Kultur sowie deren Mucher Besonderheiten vermittelt.

 

Mit der Zunahme der Flüchtlingszahlen im Jahre 2015 erwies es sich als notwendig die Hilfe auf eine breitere Grundlage zu stellen. Aus einer Auftaktveranstaltung der Gemeinde Much am 04.02.2015 im JUZE entwickelte sich die 'Flüchtlingshilfe Much' mit den 3 Arbeitskreisen 'Begleitung, Begegnung und Sprachförderung'. Die Zahl der Flüchtlinge wuchs von etwa 90 im Januar auf 370 bis Ende des Jahres. Vor allem wurden Familien aus den Kriegsgebieten in Syrien, Afghanistan und dem Irak der Gemeinde Much zugewiesen. Dem entsprach eine große Zahl Ehrenamtler, so dass allein im Bereich der nun fast täglichen Sprachförderung zeitweise über 20 Sprachpaten, koordiniert von Susanne Steinhauer, einzeln oder in kleinen Teams unterrichteten.

 

Während die 'kleinen' Gemeinden wie Much schon mitten in der Freiwilligenarbeit steckten, brauchte die 'große' Politik bis zum Herbst 2015, um auf die Situation zu reagieren. Dazu gehörte nun endlich auch die  flächendeckende Einrichtung systematischer Sprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, auf die die Teilnehmer von den Mucher Ehrenamtlern vorbereitet wurden, wobei sich die unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden als größtes Problem zeigten.

 

Der ehrenamtliche Deutschunterricht im JUZE findet mittlerweile 'auf Sparflamme' nur noch für einige durch die sonstigen Förderungsraster Gefallene oder zur Vorbereitung auf die offiziellen Sprachkursprüfungen statt. Darüber hinaus werden Hilfen in anderen Bereichen organisiert, wie z. B. Sprachunterstützung für einzelne Lehrlinge oder schon im Arbeitsleben Befindliche. Durch eine großzügige Spende konnte die Flüchtlingshilfe Much seit ungefähr einem Jahr an der Gesamtschule Much zusätzlichen Deutschunterricht für die Kinder von Geflüchteten durchführen; in Planung ist die Sprachunterstützung für Grundschüler in den Offenen Ganztagsschulen Much und Marienfeld durch gezielte Leseförderung sowie spielerisches Lernen.

 

Nach mittlerweile fünfjähriger erfolgreicher Sprachförderung verstehen sich die Ehrenamtler sowohl als Begleiter als Helfer bei den ersten Versuchen mit der deutschen Sprache wie auch als 'Feuerwehr' in unterschiedlichen Notsituationen.